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News & Entwicklung · 17. September 2026
Auf dem 75. Deutschen Juristentag in Erfurt steht die Reform der juristischen Ausbildung erneut im Mittelpunkt. Ein von Professor Julian Krüper vorgelegtes Gutachten fordert Veränderungen im Jurastudium, im Referendariat und bei den staatlichen Prüfungen.
Für das Studium schlägt das Gutachten ein didaktisch begründetes Curriculum und eine bessere Verzahnung der Ausbildungsinhalte vor. Die juristische Lehre soll stärker darauf ausgerichtet werden, welche Fähigkeiten Studierende tatsächlich für die Bearbeitung rechtlicher Probleme benötigen.
Auch das Referendariat wird in den Blick genommen. Ausbilder:innen sollen sorgfältiger ausgewählt und regelmäßig fortgebildet werden. Zudem werden verbindlichere Qualitätskontrollen und eine bessere Abstimmung zwischen Arbeitsgemeinschaften und Einzelausbildung vorgeschlagen.
Für die staatlichen Prüfungen empfiehlt das Gutachten weniger lange und weniger stoffüberladene Sachverhalte. Im Vordergrund sollen Methoden-, Anwendungs- und Reflexionskompetenz stehen. Neue Klausuraufgaben sollen vor ihrem Einsatz in Lösungsläufen erprobt werden, damit Unklarheiten und eine unangemessene Stofffülle frühzeitig erkannt werden können.
Bei den genannten Punkten handelt es sich um Reformvorschläge für die weitere Diskussion. Sie stellen noch keine bundesweit geltenden Änderungen der Juristenausbildung oder des Prüfungsrechts dar.
Quelle: beck-aktuell: Das fordert das Gutachten zur Reform der juristischen Ausbildung, 16. September 2026
